Akupunktur

 

Die Akupunktur ist ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), bei der durch eine Stimulation bestimmter Punkte am Körper der Energiefluss gezielt angeregt werden kann. Diese Stimulation kann über Akupunkturnadeln, Laser oder Moxa erfolgen.

 

Das Konzept des Qi

 

Für den Begriff »Qi« gibt es keine deutsche Übersetzung, welche die Komplexität der Bedeutung dieses Wortes widerspiegeln kann. Man kann aber grob mit »Lebensenergie« übersetzen, wobei Qi nicht nur eine immaterielle Qualität hat. Qi kann sich ebenso materialisieren. Qi zeigt sich in Form von Bewegung und Veränderung und ist nur durch seine Wirkung zu erfassen.

Vom philosophischen und komischen Standpunkt aus ist das Qi der Ursprung des Universums und des Lebens. Es sammelt sich im Körper in den Organen und durchfließt der Körper in den sogenannten Meridianen.

Das körpereigene Qi bewegt also den Organismus und hat je nach seiner Aufgabe unterschiedliche Eigenschaften. Die Funktionen des Qi sind allgemein:

  • Bewegen
  • Schützen
  • Transformieren
  • Bewahren
  • Wärmen

 

Quellen des Qi sind die Atmung und die Nahrung. Auch hier in der TCM zeigt sich wieder wie wichtig eine gesunde Ernährung (Fütterung) ist. Nicht nur das Qi hat hier eine wichtige Quelle; auch die »Nachhimmels-Essenz« wird daraus gebildet.

 

Die »Vorhimmels-Essenz« wird von den Eltern mitgegeben (Erbsubstanz) und verbraucht sich im Laufe des Lebens. Sie kann nicht vermehrt werden! Man kann nur dafür sorgen, dass sie sich nicht so schnell verbraucht. Stellen Sie sich hier das Bild einer Kerze vor. Wie lang der Docht der Kerze ist, wird durch die DNA bestimmt = Vorhimmels-Essenz. Wie schnell die Kerze abbrennt (= das Leben erlischt), hängt aber wesentlich davon ab wie man seine »Flamme« schützt.  Die Nachhimmels-Essenz kann dagegen durch eine gesunde Ernährung aufgefüllt werden und trägt ebenso zu einem gesunden und langen Leben bei.

 

Die Meridiane

 

Das Meridiansystem ist ein Energieleitsystem. Man kann es sich bildlich vorstellen als weitverzweigte Baumkrone. Alle Äste und Verzweigungen sind Versorgungskanäle - die Meridiane (Energieleitbahnen). Wenn man sich jetzt viele Knospen am Ende der Äste vorstellt, sind das die Akupunkturpunkte.  Die Meridiane verlaufen oberflächlich - hier können wir sie über die Akupunktur stimulieren, aber auch innerlich, wo wir keinen direkten Zugang haben.

 

Die Funktionen der Meridiane:

  • Transport von Qi und Blut durch den ganzen Körper
  • Sie verbinden alle Bereiche des Körpers miteinander
  • Schutz des Körpers gegen pathogene Faktoren, die von außen eindringen
  • Bei Erkrankungen lenken die Meridiane das Qi in die erkrankten Bereiche um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Das Qi wird dann je nach Bedarf bewegen, schützen, transformieren, bewähren oder nähren.  

Die Stimulation der Akupunkturpunkte kann diese Prozesse anregen und damit benötigtes Qi und Blut zu den Körperbereichen bringen in denen es benötigt wird.

 

Einsatzbereiche der Akupunktur

 

In meiner Tierheilpraxis setze ich die Akupunktur alleine oder begleitend zu weiteren therapeutischen Maßnahmen ein.

 

Wichtige Einsatzgebiete in meiner Tierheilpraxis:

  • Störungen und Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Störungen des Harnapparates wie Inkontinenz
  • Bei Hundesenioren zur Tonisierung und zum Erhalten des körperlichen Gleichgewichts
  • uvm.

 

Eine Akupunktursitzung dauert 30-60 Minuten. Der erste Termin ist mit einer Anamnese verbunden, wenn Ihr Tier noch kein Patient meiner Tierheilpraxis ist.